Fortbildungen der dgs e.V.

Unter diesem Menüpunkt informieren wir Sie über die Fortbildungsangebote, die von den verschiedenen Landesgruppen der Deutschen Gesellschaft für Sprachheilpädagogik e.V. angeboten werden.

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04./05.09.2026

Fortbildungstitel

Symptomorientierte Dysarthrophonie-Therapie

AbstractDas Seminar soll allen Dysarthrietherapeuten helfen, ihre Therapie zielgerichteter zu planen und durchzuführen. Ein besonderer Schwerpunkt wird auf den stimmlichen Problemen dieser Patientengruppe und deren Behandlung liegen. Kursinhalte: 
- Nach einer Einführung in die Klinik der Dysarthrophonien wird das diagnostische Vorgehen anhand von Audio- und Videobeispielen vorgestellt und die Beurteilung in den Funktionskreisen Tonus, Stimme, Prosodie, velopharyngealer Abschluss, Resonanz und Artikulation geübt.
- Therapeutische Methoden, die bei allen Dysarthrophonietypen sinnvoll, sind werden ausprobiert. Danach wird insbesondere auf die unterschiedliche Vorgehensweise bei Aphonie, Hyperadduktion, Hypoadduktion, Hypernasalität, Tremor und Ataxie eingegangen. Möglichkeiten werden demonstriert und praktisch erprobt.
- Es werden auch mögliche Vorgehensweisen für Patienten mit körperlichen Einschränkungen vorgestellt.
-  Eigene Video- oder Audiopatientenaufnahmen können gerne mitgebracht werden. (pro Patient maximal 5 Minuten Aufnahme von Therapiesequenz oder Spontansprache).
Referent/in(nen)Viola Neuwald-Fernández
Landesgruppe/LinkWestfalen-Lippe - https://dgs-doppelpunkt.de/dysarthrophonie/ 
OrtKamen, Mercure Hotel Kamen Unna   

 

04./05.09.2026

Fortbildungstitel

M.U.N.D.T. - Orofaziale Dysfunktionen nachhaltig therapieren

AbstractDas Therapiekonzept M.U.N.D.T der Logopädin Petra Krätsch-Sievert zeigt einen durch Praxisevidenz nachgewiesenen wirksamen Weg zur Diagnostik und Therapie orofazialer Dysfunktionen bei Kindern (ab 9 Jahren), Jugendlichen und Erwachsenen, die sich i.d.R. in einer kieferorthopädischen Behandlung befinden. M.U.N.D.T ist ein seit 2013 bewährtes Konzept, das aus der Praxis für die Praxis entwickelt wurde. Dabei basiert M.U.N.D.T auf einer neuen Hypothese wie die Behandlung einer OFD erfolgreich gelingen kann. Die Hypothese widerlegt die tradierte Annahme, dass eine schwache Muskulatur die Ursache für eine orofaziale Dysfunktion ist. M.U.N.D.T zeigt, dass der Prozess des Umlernens von Bewegungs- und Lagerungsschemata (Zungenruhelage und Schlucken) der Kern ist, um eine orofaziale Dysfunktion nachhaltig zu beheben. Um das zu erreichen, widmet sich M.U.N.D.T darüber hinaus ebenso intensiv dem Abbau von Habits wie auch dem Transfer des Erlernten in den Alltag des Patienten. M.U.N.D.T ist zielorientiert  und es wird auf das zeitintensive Trainieren mundmotorischer Übungen komplett verzichtet. Das Seminar zeigt sehr anschaulich wie M.U.N.D.T funktioniert und gibt den Teilnehmer:innen die Gelegenheit, alle Elemente der Therapie sowie Anamnese und Diagnostik, Zungenruhelagerung, Schlucken, Abbau von Habits und Habitualisierung kennenzulernen und ausführlich selbst zu erfahren. 
Referent/in(nen)Petra Krätsch-Sievert
Landesgruppe/LinkWestfalen-Lippe - https://dgs-doppelpunkt.de/mundt/ 
OrtKamen, Mercure Hotel Kamen Unna   

 

19.09.2026

Fortbildungstitel

Förderung von Lesen und Leseverständnis

Abstract

Sinnentnehmendes Lesen ist eine Schlüsselkompetenz für Schule und Beruf – und weit mehr als das bloße Entziffern von Buchstaben. Gerade Kinder mit Sprachentwicklungsproblemen stehen hier vor besonderen Herausforderungen.

In dieser praxisnahen Fortbildung zeigt Dr. Petra Küspert, wie Lesekompetenz diagnostiziert und gezielt gefördert werden kann. Sie lernen wissenschaftlich fundierte Modelle der Leseentwicklung kennen, erproben diagnostische Verfahren und entwickeln darauf aufbauend individuelle Förderpläne.

Inhalte:

• Modelle der Leseentwicklung verstehen

• Lesetests sicher anwenden und auswerten

• Förderschwerpunkte ableiten

• Konkrete Strategien zur Verbesserung des Leseverständnisses

Profitieren Sie von der langjährigen Erfahrung einer Expertin aus Forschung und Praxis – für eine wirksame und individuelle Leseförderung.

Referent/in(nen)

Dr. Petra Küspert

Landesgruppe/Link

Hessen - https://lg-he.dgs-ev.de/referate 

Ort

Frankfurt, Weißfrauenschulen

Samstag, 19.09.2026, 9- 16 Uhr 30

 

09./10.10.2026

Fortbildungstitel

Dysgrammatismus 360° - Ein komplexes Störungsbild verstehen und spielend leicht behandeln

Abstract

Jetzt mal ehrlich: Muss das Thema Dysgrammatismus wirklich immer so kompliziert sein? Immerhin bringen wir das am Ende Kindern näher. Es wird also dringend Zeit hier mal ein bisschen Klarheit zu schaffen im Syntax- und Morphologiedschungel. Nach diesem Seminar hast du das Thema Dysgrammatismus wirklich verstanden. Das Seminar teilt sich in vier Seminarblöcke á 4 Unterrichtseinheiten auf und ist vor allem auf Vorschulkinder und Erstklässler ausgelegt.                                                                                                                              Block 1: Schwarze Löcher – Dysgrammatismus wirklich verstehen
Block 2: Diagnostik mit Sinn(en) inkl. Auswertungs- und der einzigartige Befundbogen 360°
Block 3: Und wie geht das jetzt wieder weg? (Therapiekonzeptecheck, Metasprachmaterial & der praxisnahe Einsatz)
Block 4: Die Wochensettings – Eine Methode von Ann-Kathrin Schäfer inkl. Therapiematerial   Lernziel: Du wirst dich nach dem Seminar im Bereich Dysgrammatismus endlich wieder wohlfühlen und deine Therapien wesentlich befreiter und sortierter angehen können.

BONUS: Thematisierung von Mehrsprachigkeit, Jungs & Mädchen in der logopädischen Therapie – Was müssen wir anders machen? UND ein Ausflug in die Grammatikarbeit von Maria Montessori. 

Referent/in(nen)Ann-Kathrin Schäfer
Landesgruppe/LinkWestfalen-Lippe - https://dgs-doppelpunkt.de/dysgrammatismus360/ 
OrtKamen, Mercure Hotel Kamen Unna   

 

10.10.2026

Fortbildungstitel

Kompaktseminar Nasalitätsstörungen

AbstractDie Nasalität ist eine permanente und grundlegende Erscheinung des Sprechens. Schon kleine Veränderungen der Nasalität werden deutlich wahrgenommen und häufig als störend empfunden. Durch organische und funktionelle Veränderungen kann die Gaumensegelfunktion beeinträchtigt werden. Eine Hypernasalität, eine Hyponasalität, oder ein Cul-de-sac Phänomen können die Folge sein. Ein gestörter velopharyngealer Abschluss kann zahlreiche Veränderungen in den Funktionskreisen des Sprechens nach sich ziehen. Eine frühzeitige und umfassende Therapie des Gaumensegels mit diversen Therapiemöglichkeiten wie Stimulation und Nasenventilen ist daher essenziell.   Themen des Seminars:
    - Anatomie und Funktionsweise des Gaumensegels
    - Ursachen und Symptome der drei Nasalitätsstörungen
   -  Anamnese und Diagnostik
    - Therapie der Nasalitätsstörungen
    - Therapie bei LKGSF
Das Seminar bezieht sich inhaltlich auf die Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsen. 
Referent/in(nen)Angelika Wingender
Landesgruppe/LinkWestfalen-Lippe - https://dgs-doppelpunkt.de/nasalitaet/ 
OrtKamen, Mercure Hotel Kamen Unna   

 

13./14.11.2026

Fortbildungstitel

Therapeutisches Trachealkanülenmanagement - praktisches Kanülentraining, Behandlung von Dysphagie und Dekanülierung bei tracheotomtierten Patienten

AbstractIm therapeutischen TK-Management ist die individuelle Berücksichtigung der Schluckphysiologie und -pathologie einerseits und ihre Beeinflussung durch die Art des Tracheostomas bzw. Kanülenversorgung & -handling andererseits erforderlich.   In diesem Seminar werden verschiedene medizinische und therapeutische Aspekte bezüglich Atmung, Schlucken, Kommunikation und Dekanülierungsoptionen beleuchtet sowie in umfangreichen Videodemonstrationen veranschaulicht. Auf Basis theoretischer Grundlagen werden verschiedene Kanülensysteme gezeigt und individuelle Auswahlkriterien nach Pathologie, Kanülenart und -größe dargestellt. Maßnahmen, wie das Blocken mit den verschiedenen Möglichkeiten der Cuffdruckmessung und -kontrolle, der Trachealkanülenwechsel, sowie das endotracheale Absaugen werden bezüglich der Indikationen und Voraussetzungen thematisiert und an verschiedenen Dummys praktisch erprobt. Das kleinschrittige Vorgehen beim therapeutischen Entblocken sowie die sich dabei ergebenden Möglichkeiten und Probleme werden ausführlich erläutert und in zahlreichen Videobeispielen und -analysen veranschaulicht. Neben einem Behandlungspfad zur Verbesserung pharyngealer Sensibilitätsstörungen sollen auch Behandlungsprobleme, das Notfallmanagement und rechtliche Aspekte thematisiert werden. Weitere theoretische und praktische Themen sind die Dysphagietherapie mit Kostaufbau, das Sekretmanagement, Lagerung, Haltungsaufbau und Positionierung, Tracheostomapflege, Behandlungspfade zur Dekanülierung sowie die Therapie unter Beatmung und das Weaning. Schließlich werden auch Schnittstellenprobleme zwischen Therapie – Arzt – Pflege – Patient und Angehörige erörtert. Umfangreiche Fachliteratur zu diesem Themenkomplex wird zur Ansicht ausgelegt. 
Referent/in(nen)Norbert Niers
Landesgruppe/LinkWestfalen-Lippe - https://dgs-doppelpunkt.de/tkmanagement/ 
OrtKamen, Mercure Hotel Kamen Unna   

 

14.11.2026

Fortbildungstitel

Das LAT-AS Konzept: Behandlung lateraler Aussprachestörungen

AbstractEmpfinden Sie die Therapie von lateralen Schetismen und Sigmatismen häufig als sehr hartnäckig? Reichen Ihnen mundmotorische Übungen zur Behandlung dieser phonetischen Aussprachestörungen nicht aus? Möchten Sie ein Konzept kennenlernen, dass eine schrittweise Anbahnung des Ziellautes ermöglicht?  In diesem Seminar werden im kurzen, theoretischen Teil die Begrifflichkeiten unter phonetischer Betrachtungsweise erläutert, die Artikulationsstellen der Laute /t/ /s/ /sch/ und /ch1/ verglichen und geklärt, ob ein Zusammenhang zwischen Kiefer-/Bissfehlstellungen und phonetischen Störungen gezogen werden kann. Der große Praxisteil des Seminars beinhaltet die Anamnese und Diagnostik von lateralen Aussprachestörungen sowie verschiedene Therapiebausteine. Kernstück des LAT-AS-Konzeptes ist dabei die Lautanbahnung von /sch/ und /s/ über die Ableitungsmethode von /t/.  Zum Schluss werden Übungen zur Festigung der angebahnten Laute besprochen und der Aspekt des Transfers in die Spontansprache anhand bisher untersuchter Transferfaktoren diskutiert. Diese sollen neue Impulse für diesen Therapieabschnitt setzen.
Das Seminar bezieht sich inhaltlich auf die Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. 
Referent/in(nen)Nicole Gyra-Brandt
Landesgruppe/LinkWestfalen-Lippe - https://dgs-doppelpunkt.de/lat-as/ 
OrtKamen, Mercure Hotel Kamen Unna   

 

19.11.2026

Fortbildungstitel

Sprachförderung und Sprachtherapie mit Künstlicher Intelligenz (KI) zum Mitmachen: Grundlagen & Ideen 

Abstract

In unserem Alltag sind Systeme, die künstliche Intelligenz (KI) nutzen, bereits seit langem angekommen (z.B. Vorschlagssysteme in Verkaufsportalen, Sprachassistenten, Gesichtserkennung, Smart Home, Fahrassistenzsysteme). Auch für Schule und Unterricht gibt es immer mehr Anwendungskontexte, z.B.: 

  • Intelligente Systeme erleichtern die Therapie- und Unterrichtsvorbereitung, indem z.B. Texte in einfacher Sprache, Arbeitsblätter, Bilder, Ton, Songs oder Videos sehr schnell und passgenau selbst generiert werden können 
  • Adaptive, tutorielle Systeme geben individuelles Feedback und passen sich an die Lernwege der Lernenden an. 
  • KI-basierte, assistive Funktionen helfen Kindern und Jugendlichen z.B. bei Mehrsprachigkeit oder Lese-Rechtschreibschwierigkeiten, z.B. durch automatische Spracherkennung, Vorlesefunktionen, automatische Übersetzung oder automatische, optimierte Darstellung von Lesetexten. 

Nach einer kurzen Einführung in die Grundlagen probieren wir im Workshop gemeinsam verschiedene Systeme für die Kontexte der Sprachförderung und Sprachtherapie aus (z.B. ChatGPT, Microsoft Immersive Reader, DeepL.Translate). Wir tauschen Anwendungsideen aus und diskutieren Chancen und Grenzen. 

Die Veranstaltung ist gedacht für Einsteiger*innen in diesen Themenbereich. Bitte halten Sie ein eigenes Gerät (z.B. Laptop oder Tablet mit Zugang zum AppStore) bereit, falls Sie ausprobieren wollen. Ein bereits angelegtes eigenes Konto für ChatGPT (OpenAI) oder bei Microsoft sind von Vorteil, aber nicht zwingend nötig. 

Referent/in(nen)

Dr. Karin Reber 

Landesgruppe/LinkRheinland - https://eveeno.com/904468822
OrtOnline (WebEx (Link wird per Mail verschickt) )