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Bericht von der didacta 2009 in Hannover
Dienstag, 10. Februar 2009

Am heutigen 10.02.09 wurde in Hannover die größte Messe für Bildung und Erziehung eröffnet. Im Rahmen der Eröffnungsfeierlichkeiten sprachen Herr Ministerpräsident Christian Wulff, Herr Dr. Dr. Dr. Wassilios Fthenakis, Präsident des didacta Verbandes und Frau Bundesbildungsministerin Dr. Annette Schavan. In allen drei Reden wurden die Lehrerinnen und Lehrer in Deutschland für ihre z. T. nicht genügend gewürdigte schwierige Aufgabe in äußerst schwierigen Zeiten gelobt. Es sei an der Zeit, mehr Geld für Bildung zu investieren, ist die klare Aussage der Reden, vor allem wenn in Deutschland lediglich 5,1 % des Bruttosozialproduktes für Bildung ausgegeben werde, andere europäische Nationen aber bis zu 10 % ihres Bruttosozialproduktes für Bildung investieren. Herr Dr. Dr. Dr. Fthenakis betonte darüber hinaus, dass es zu viele Brüche in der Bildungslandschaft in Deutschland gäbe, so zwischen Kindergarten und Schule oder zwischen Schule und Hochschule. Frau Dr. Schavan betonte u. a., dass der Föderalismus in Bezug auf die schulischen Standorte durchaus gut sei, so könnten schlechtere Standorte von besseren Standorten auch lernen. An der Eröffnung nahmen für die dgs der erste Bundesvorsitzende Herr Gerhard Zupp und der Ehrenvorsitzende Herr Kurt Bielfeld teil.
Im Rahmen des Messebetriebes befindet sich der dgs Messestand in Halle 17, Stand B49. Hier kam es bereits am ersten Tag zu einer Reihe an interessanten Kontakten mit anderen Messeausstellern und interessierten Besuchern. Durch die tatkräftige Unterstützung einzelner Vorstandsmitglieder der dgs LG Niedersachsen konnte somit ein reger fachlicher Austausch stattfinden. Auch dem Informationsbedürfnis vieler Besucher des Standes konnte entsprochen werden. Die didacta findet noch bis zum 14.02.09, täglich von 9.00 bis 18.00 Uhr, statt.

Herr Dr. Dr. Dr. Fthenakis bei seiner Ansprache
Frau Dr. Schavan während der Eröffnung
Herr Borbonus und Herr Mussmann am dgs Stand
Herr Zupp, Herr Bielfeld und Herr Mussmann (2. Landesvorsitzender) im Gespräch

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Mittwoch, 11. Februar 2009

Am zweiten Tag der didacta in Hannover steigerte sich der Publikumsverkehr am dgs Messestand weiter. So konnte eine fachliche Beratung durch Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen aus dem vorschulischen und schulischen Bereich dem Informationsbedürfnis der Besucher Abhilfe schaffen. Auch neue Mitglieder konnten für die dgs direkt am Stand geworben werden. Regen Zuspruch bei den Besuchern fanden auch die neuen Werbepostkarten der dgs, die neuen Plakatbilder und der neue Flyer über das gestern gestartete SprachHeilWiki .
Darüber hinaus wurden zahlreiche intensive Gespräche mit anderen Verbänden, Herstellern und Verlagen geführt. Im Rahmen der didacta fand so am Nachmittag am Stand des niedersächsischen Kultusministeriums ein Gespräch mit Herrn Dr. Wachtel, niedersächsischer Kultusreferent für Sonderpädagogik, Herrn Prändl, Bundesvorsitzender des vds und seinem Geschäftsführer Herrn Schreiber, Frau Ziegler, Vorsitzende des Bundesverbandes Lernen Fördern, Herrn Zupp, dgs Bundesvorsitzender und Herrn Pohl, Bundesschriftführer und dgs Landesvorsitzender Niedersachsen statt, in dessen Verlauf die Gesprächsteilnehmer auch persönlich von Frau Kultusministerin Heister-Neumann begrüßt wurden.

Im Gespräch selbst ging es im Wesentlichen um die Positionierung der Verbände zum Thema Inklusive Pädagogik, die derzeit die politische und pädagogische Diskussion beherrscht. Alle drei Verbände verdeutlichten Herrn Wachtel, dass letztlich jedes Kind wichtig sei und einen Anspruch auf adäquate Bildung und Teilhabe an der Gesellschaft hat. So ist es notwendig, in den Regelschulen zunächst Bedingungen zu schaffen, die es jedem Kind ermöglichen, einen Bildungsabschluss zu erreichen. Dies sei sicherlich nicht an der Frage des Förderortes festzumachen, sondern an den vorhandenen Kompetenzen in den Schulen sowie an den sächlich und personell ausreichenden Bedingungen in der Schule. „ Man darf die Schülerinnen und Schüler mit einem besonderen Bedarf an Unterstützung für den Bildungsweg nicht integrativ vernachlässigen“ meinte in diesem Zusammenhang Gerhard Zupp. Die Gesprächsrunde war sich einig, dass der Weg zu einer Schule für alle noch ein langer Weg ist, allerdings sollten Entscheidungen über den Weg dorthin unter Berücksichtigung aller Verbände und Elternvertretungen stattfinden und ihren Anfang in einer veränderten Ausbildung der Lehramtsstudiengänge finden. Herr Dr. Wachtel signalisierte seine Bereitschaft, auf Länder- und Bundesebene in der KMK das Anliegen bei seinen Kolleginnen und Kollegen zu unterstützen.

Frau Ziegler, Herr Prändl, Herr Schreiber im Gespräch mit Herrn Zupp und Herrn Pohl
Frau Ziegler, Herr Prändl, Herr Dr. Wachtel, Herr Schreiber und Herr Zupp am Messestand des niedersächsischen Kultusministeriums

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Donnerstag, 12. Februar 2009

Der dritte Tag der didacta stand ganz im Zeichen bildungspolitischer Diskussionen. Welche Schule ist die richtige fürs welches Kind, was müssen Schulen zur Förderung der Kinder anbieten können, wie verknüpft sich die Elementarerziehung im Kindergarten mit dem Primarbereich der Grundschule?
Dass solche Fragen auf reges Diskussionsinteresse stoßen, war heute vor allem am Messestand der dgs zu spüren und zu sehen. Bei dem bisher größten Besucheransturm wurde lebhaft und kontrovers über die schulische und außerschulische Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Sprachbeeinträchtigungen diskutiert.

Beratung und Diskussion am Messestand...
...mit aufmerksamer Zuhörerschaft

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Freitag, 13. Februar 2009
Frau Fricke (LG Niedersachsen) im Einsatz didacta 2009
Herr und Frau Beckmann, Herr Schlicker im Gespräch mit einer Kollegin aus Hamburg
Auch Standpflege ist notwendig!

Auch am vierten Tag der didacta in Hannover konnte sich das Messestandteam der dgs über mangelnde Arbeit nicht beklagen. Seit Donnerstag verstärkt durch den zweiten Bundesvorsitzenden Fritz Schlicker galt es besonders am Vormittag und am frühen Nachmittag eine Fülle an Fragen und Problemen mit den Besuchern zu besprechen. Als ein Dauerbrenner stellte sich dabei das Thema vorschulische Sprachförderung in Kindergärten heraus. Häufig wird die hier durch Erzieherinnen und Erzieher praktizierte Sprachförderung als Sprachtherapie missverstanden. So werden Kinder oft einer gezielten Sprachtherapie nicht zugeführt, weil die vorschulische Sprachförderung als gleichwertiger Ersatz angesehen wird bzw. die Unterschiede von Förderung und Therapie nicht gesehen werden. Hier gilt es –wie in den Jahren zuvor- Aufklärungsarbeit am dgs Stand zu leisten.

 
Ein zweites Thema ist der häufig geäußerte Wunsch nach spezifischen Fortbildungen für Erzieherinnen und Lehrkräften. Hier konnte die dgs Landesgruppe Niedersachsen auf ihre entsprechenden Fortbildungsangebote (Modulfortbildungen) verweisen. Allerdings ist dieser Wunsch auch in anderen Bundesländern  deutlich spürbar und sollte die dgs Landesgruppen zu entsprechenden Fortbildungsangeboten veranlassen. Als hilfreich erwies es sich, auf das neue Fortbildungsportal der dgs hinzuweisen, das mittlerweile bundesweit gut angenommen wird. Außerdem wurde am Stand oft die Notwendigkeit einer angemessenen Internetpräsenz von vorschulischen und schulischen Angeboten für sprachbehinderte Kinder diskutiert.

Allerdings wurde auch der Stand immer wieder von dgs Mitgliedern als Treffpunkt und Ruhepunkt im hektischen Messetreiben genutzt. Zunehmend kamen dabei auch dgs Mitglieder aus anderen Bundesländern am Messestand vorbei.

Insgesamt ein arbeitsreicher Tag für alle Beteiligten!

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Samstag, 14. Februar 2009
Herr und Frau Bürger (Das Spielhaus) im Gespräch mit Herrn Schlicker
Auch ein schneller Messeabbau gehört zu einer guten Organisation

Der letzte Messetag bescherte der dgs einen weiteren intensiven Arbeitstag. Neben zahlreichen Gesprächen zur beruflichen Ausbildung bzw. Weiterbildung im Bereich sprachbehindertenpädagogischen Arbeitens war der Bereich der Fortbildung und Weiterqualifizierung von ausgebildeten Sprachheilpädagogen ein Gesprächsschwerpunkt. Besonders hilfreich wurde dabei das neu eingerichtete Fortbildungsportal der dgs empfunden, das alle aktuellen Fortbildungen der dgs Landesgruppen präsentiert. Dabei wurde von den Besuchern die Notwendigkeit der frühzeitigen Veröffentlichung der Angebote betont, um die individuellen Zeitplanungen besser koordinieren zu können.
Herr Zupp als Bundesvorsitzender der dgs konnte im Rahmen der didacta bestehende Kontakte zu anderen Ausstellern intensivieren und für den Bundeskongress 2010 Kontakte zum WDR knüpfen. Das Thema Förderpreis „Gute Sprache“ der dgs war dabei ein zentraler Gesprächspunkt.
Als einen weiteren Kooperationspartner für Therapie und Schule konnte die Firma Das Spielhaus von Herrn Bürger gewonnen werden, der bereits 2007 auf der Herbsttagung der niedersächsischen dgs Landesgruppe seine patentgeschützte Idee vorstellte.

Insgesamt war die didacta in Hannover für die dgs eine gute Plattform zur Darstellung ihrer Anliegen, aber auch - dank unseres Bundesvorsitzenden - eine wichtige Kontaktbörse zu anderen Verbänden, Firmen und Organisationen. Der gemeinsame Stand mit dem dbs hat auf dieser Arbeitsebene zu einer intensiven Zusammenarbeit geführt. So wie die Standbetreuer der dgs zur Klärung von Fragen an den dbs beitrugen, hat auch Herr Theo Borbonus immer wieder dem dgs Stand zur Mitarbeit zur Verfügung gestanden. Einen herzlichen Dank dafür.

Herr Zupp bedankt sich an dieser Stelle bei allen Standhelfern für die gute Zusammenarbeit und bei der dgs Landesgruppe Niedersachsen für die gelungene Organisation.  

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